ATISCHEH HANNAH BRAUN Schauspielerin
Malala

 Ein Mädchen wie Malala

oder

EIN STIFT UND EIN BLATT PAPIER KÖNNEN DIE WELT VERÄNDERN

 

Eine Klassenzimmerproduktion

für ein junges Publikum ab 11 Jahren

 

 

 

 

Von und mit Atischeh Hannah Braun

Regie: Ingrid Braun-Badie Massud

 

An ihrem 16. Geburtstag hielt das pakistanische Mädchen Malala vor den Vereinten Nationen eine bemerkenswerte Rede in der es Bildung für alle Kinder forderte.

Mit 11 Jahren schrieb Malala ein Tagebuch über den angstvollen Alltag, in ihrer, von den Taliban unterdrückten Heimat, das der englische Sender BBC veröffentlichte. Um sie für ihren Widerstand zu bestrafen, verübten die Taliban einen Anschlag auf sie, den sie nur knapp überlebte.

2014 erhielt sie, für ihren mutigen Kampf für Recht auf Bildung, den Friedens-Nobelpreis.

Atischeh Hannah Braun lässt in ihrem Stück viele Menschen die Geschichte von Malala erzählen. Und langsam lernt man ein Mädchen kennen, dass uns zeigt, wie wichtig es ist für seine Überzeugungen einzutreten und dass Lernen kostbar und nicht für jedes Kind auf der Welt selbstverständlich ist.

Dieser Monolog zum Thema Recht auf Bildung, Meinungsfreiheit und freies Denken richtet sich an ein junges Publikum ab 11 Jahren und kann mobil in Klassenzimmern gezeigt werden.

 

PRESSESTIMMEN:

Badische Zeitung, 25. März 2017

Ein Mädchen wie Jeanne d’Arc und Anne Frank

 Bei Atischeh Hannah Brauns Ein-Frau-Stück "Ein Mädchen wie Malala" vergisst man Bedenken nahezu mit den ersten Worten. Das liegt zum einen an der mitreißenden Präsenz von Braun, zum anderen an der klugen Wahl des Stoffes.


Malala Yousafzai war 2014 die jüngste Trägerin des Friedensnobelpreises. Bekommen hat sie ihn für ihr Engagement, des Recht auf Bildung für Kinder und insbesondere Mädchen auch unter widrigsten Umständen durchzusetzen. Angefangen hatte alles, als ein BBC-Reporter nach einem Mädchen suchte, das in einem Blog von ihrem Alltag im pakistanischen Swat-Tal unter der Herrschaft der Taliban berichtet. Damals war Malala elf und die einzige, die sich – zumindest unter Pseudonym – traute.

Das Blog wurde ein Erfolg, Malala bekannt und das Pseudonym gelüftet. Als die 15-Jährige im Schulbus nach Hause fuhr, schoss ihr ein Taliban in den Kopf. Sie überlebte knapp. Aber das Kalkül der Taliban ging nicht auf. An ihrem 16. Geburtstag durfte Malala vor den Vereinten Nationen verkünden: "Sie haben gedacht, dass die Kugeln uns zum Schweigen bringen würden, aber sie sind gescheitert. Denn aus der Stille kamen tausende Stimmen." Im Jahr darauf erhielt sie den Nobelpreis.

Braun baut diese Geschichte geschickt auf, packt die Kinder zunächst an ihrer Haltung zur Schule. Ist sie dir wichtig? Kannst du dir vorstellen, dafür zu kämpfen? Dann nimmt sie die Zuschauer atmosphärisch mit in die pakistanische Großstadt: der Verkehr, der Lärm, der straßenweise Busfahrer, die verunsicherte Frau aus dem Taliban-Gebiet und natürlich die mutige Malala. Mit einfachen Requisiten wechselt sie die Rollen, für den Sound genügt ein alter Kassettenrekorder.

Aber Braun lässt die Geschichte nicht im Exotischen. Malala wurde nach einer paschtunischen Volksheldin benannt, die 1880 die Afghanen entscheidend zum Sieg gegen die Briten ermuntert hat. Klingelt da nicht was? Eine junge Frau, die das eigene Land gegen die einfallenden Briten verteidigt? Genau, das war wie damals bei Johanna von Orleans. Auch damals ging es gegen die Briten. So weit sind Pakistan und Europa nicht entfernt.


Und das Tagebuch selber? Braun liest eine Stelle über die Qual vor, nicht aus dem Haus zu dürfen. Dann zückt sie ein anderes Buch. Auch da geht es um die ständige Gefahr, außer Haus gesehen zu werden. Es ist das Tagebuch der Anne Frank. Suchen wir, wenn wir uns fragen, warum Afghanen und Pakistaner es mit den Taliban aushalten, vielleicht auch eine Antwort darauf, warum wir es mal jahrelang mit den Nazis hielten?

Die Mischung aus Atischeh Hannah Braun und dem Mädchen Malala müsste im Klassenzimmer eigentlich prima funktionieren.

 

 

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